|
Der jungenhafte Charme, die lässig sportliche Figur - tipp-topp im Maßanzug, die ungebremste Energie. Udo Jürgens, der Weltstar, hat dies und mehr. Noch immer, auch mit 72 Jahren. Einem Alter, in dem andere darüber nachdenken, wie sie ihr Essen auf Rädern organisieren. Erlebt man ihn - sei es auf der Bühne oder im persönlichen Gespräch - ist es, als sei die Zeit stehen geblieben. Jürgens ist einfach alterslos, und man fragt sich, hat es eigentlich je eine Zeit ohne ihn gegeben? Gut, er hat ein paar mehr Fältchen im Gesicht, Zeugen eines gelebten Lebens. So richtig verändert hat er sich aber nicht. Immer noch stürzt er sich in die Arbeit, steckt dreiein- halbstündige Live-Konzerte weg wie einen Sonntags-Spaziergang, ist ständig auf Empfang für kreative Ideen.
So rannte Stage Entertainment bei ihm offene Türen ein, als sie mit dem Konzept, ein Musical mit seinen größten Hits auf die Bühne zu bringen, anklopfte. "Sie waren nicht die ersten, aber die überzeugendsten", so Udo Jürgens auf der ersten offiziel- len Pressekonferenz zum Musical "Ich war noch niemals in New York". Dass er seine Songs nicht nur selber singt, sondern dass sie auch von anderen interpretiert werden, sogar von Weltstars wie Shirley Bassey, Sammy Davis Jr., Frank Sinatra und Caterina Valente, ist für ihn nichts Neues. Neu jedoch und hochgradig emotional ist dieses Theaterprojekt: "Es ist herrlich, als Komponist zu sehen, dass die eigenen Lieder leben - auch ohne mich."
Dreiundzwanzig Songs aus seinem musikalischen Lebenswerk. Nicht nur die Superhits, die jeder von 9 bis 99 Jahren mitsingen kann, sondern auch die leisen, die nicht so populären, die aber den Bogen zu einer Geschichte rund machen. Zu einer bewegenden, geistreichen und spritzigen Story - einer Alltagskomödie mit Tiefgang. |