Ein Tag in der "Höhle des Löwen"
Blicken Sie hinter die Kulissen von Deutschlands erfolgreichstem Musical und lassen Sie sich in die faszinierende und farbenprächtige Welt Afrikas entführen! Bunte Gewänder mit original afrikanischen Mustern, in liebevoller Detailarbeit erstellte Requisiten und Darsteller aus aller Herren Länder bringen Afrika in den Hamburger Hafen.
Klicken Sie einfach auf die Pfeile, um einen Blick hinter die Kulissen von Disneys DER KÖNIG DER LÖWEN zu werfen.
Hinter den Kulissen von Disneys DER KÖNIG DER LÖWEN
"Sehr geehrte Damen und Herren, noch fünf Minuten bis zum Stand By, noch fünf Minuten! Ladies and Gentlemen, this is your five minute call, five minutes till stand by", tönt es aus den Lautsprechern im Backstage-Bereich des Theaters im Hafen Hamburg.
Es ist kurz vor 20 Uhr. Noch wenige Minuten bis zum Showbeginn von Disneys DER KÖNIG DER LÖWEN. Eilig werden die letzten Korrekturen am Make-up vorgenommen, die Masken zurechtgerückt. Ein letzter Schluck aus der Wasserflasche und dann schnell zur Bühne. Draußen im Zuschauersaal warten bereits über 2000 Gäste auf die 56 Darsteller, die achtmal pro Woche die Welt der Serengeti Afrikas zum Leben erwecken.
13:00 Uhr
Gelächter am Bühneneingang. Prüfende Blicke auf den Probenplan. Dann die mahnende Stimme des Stage Managers: "Die Probe beginnt jetzt - the rehearsal is starting now!" Englisch ist die meistgesprochene Sprache im Theater - aus über 20 verschiedenen Nationen stammen die Tänzer, Sänger und Schauspieler, die sich jetzt eilig auf den Weg zur Probe machen. Immer wieder werden Teile der Show geprobt, um die Qualität der Produktion auf höchstem Niveau zu halten.
14:00 Uhr
"Halt, stopp! So geht das nicht! Die vordere Reihe muss weiter nach vorne kommen, sonst seid Ihr nicht im Licht und niemand kann Euch sehen!", ruft TJ Hee, der Tänzerische Leiter des Musicals.
Schweißperlen stehen den Tänzern auf der Stirn. Immer und immer wieder wird die Choreografie geprobt, damit alle bis hin zu den Fußspitzen synchron sind. Zur gleichen Zeit hinter der Bühne in einem der Probenräume: Die Phonetik-Lehrerin bittet einen der südafrikanischen Schauspieler in ihr Büro. Feinschliff an Aussprache und Betonung steht auf der Tagesordnung.
15:15 Uhr
Wieder auf der Bühne - die Tänzer sind fertig. Scar, Zazu und Mufasa betreten die Bühne. Cornelius Baltus, der Künstlerische Leiter, kommt aus dem Saal und erklärt den Probenablauf. Die Zweitbesetzung für Zazu wird einstudiert. Text und Gesang sitzen, jetzt kommt es auf das Zusammenspiel mit den Kollegen an.
18:00 Uhr
Zwei Autos fahren vor. Die Kinderdarsteller von Simba und Nala für den heutigen Abend treffen ein. Die Betreuerin empfängt die beiden am Eingang. Jetzt müssen sie schnell zum Einsingen mit Anthony Kent, dem Vocal-Coach. Erst einmal die Tonleiter, damit sie später auf der Bühne auch immer den richtigen Ton treffen, dann zwei Songs aus der Show. Auf dem Weg zurück in ihre Garderobe treffen sie auf die ersten Kollegen. Herzlich werden Klein-Simba und Nala von ihren erwachsenen Alter Egos begrüßt. Alle ankommenden Schauspieler, Sänger und Tänzer tragen sich in eine Liste am Eingang ein - bei 56 Darstellern ist es wichtig für das Stage Management, einen Überblick über die Anwesenheit der Künstler zu behalten.
Zur gleichen Zeit auf der Bühne: Technik- und Soundcheck! Allabendlich wird vor der Show jedes Kulissenteil herausgefahren und kontrolliert, jeder der über 850 Scheinwerfer überprüft, jedes Mikrofon und jeder Lautsprecher getestet.
Im Hinterbühnenbereich: Die Kostüm- und Puppets-Abteilungen richten mehr als 300 Kostüme und 200 Puppets ein. Alles muss genau vorbereitet sein und an seinem Platz liegen. Die sekundenschnellen Umzüge der Tänzer und Sänger auf der Hinterbühne erlauben keine Verzögerung. Jeder Handgriff muss sitzen.
18:30 Uhr
Die Darsteller von Scar, Mufasa, Zazu und Rafiki müssen in die Maske. Die vier haben das aufwändigste Make-up - bis zu anderthalb Stunden dauert die Prozedur. Die Damen und Herren der Masken-Abteilung haben schon alles bereitgelegt.
19:00 Uhr
Tumult auf dem Gang im Erdgeschoss. Die letzten Tänzer und Sänger drängeln sich vor der Liste am Eingang. Spätestens jetzt sollten alle da sein. Es bleibt nur noch wenig Zeit, sich auf der Probebühne warm zu machen und sich einzusingen.
19:25 Uhr
"Meine Damen und Herren, noch 30 Minuten bis Stand By. Ladies and Gentlemen, this is your 30 minute call. 30 minutes till stand by." Die Musiker treffen ein und gehen geradewegs zum Orchestergraben. Eine letzte Probe mit Holger Kolodziej, dem Musikalischen Leiter der Produktion. Das Orchester verfügt über mehr als 100 Instrumente, darunter eine zwei Meter lange Marimba, über 20 Flöten und viele afrikanische Percussion-Instrumente.
19:55 Uhr
"Meine Damen und Herren, bitte alle Beteiligten zu Beginn des ersten Aktes auf ihre Positionen. Die Damen und Herren des Orchesters bitte ihre Plätze einnehmen. Ladies and Gentlemen, this is your act-one-beginners-call!", tönt der letzte Ruf vor Vorstellungsbeginn aus den Lautsprechern. Er kommt aus der Caller Booth, einem kleinen Raum hinter den Zuschauern, in dem der für die Showverantwortliche Stage Manager regiert. Über mehrere kleine Bildschirme verfolgt er den Show-Ablauf auf allen Positionen - auf und hinter der Bühne. Seine Funk-Anweisungen an die Crew garantieren den perfekten Einsatz jedes Handgriffs rund um die Show.
In wenigen Minuten beginnt die Vorstellung. Die letzten Gäste nehmen Platz. Der Dirigent setzt sich mit dem Stage Manager in Verbindung: Alle Musiker sind bereit, die Instrumente gestimmt. Bühnentechnik, Licht- und Tontechnik geben ebenfalls ihr OK. Die Spannung steigt. jeden Abend wieder! Denn diese Show ist live.
Der Vorhang hebt sich.
20:00 Uhr
Der Vorhang hebt sich. "Nan Ts'ngonya Ma Bakithi Baba" - die Schamanin Rafiki erscheint im Scheinwerferlicht. Die Serengeti erwacht zu neuem Leben.


