Michael Kunze
Buch & Liedertexte
Michael Kunze ist ein international erfolgreicher Schriftsteller und Dramatiker, Buch- und Fernsehautor, Liedertexter und Librettist. In den letzten Jahren schuf er mit Elisabeth, Tanz der Vampire, Mozart!; und Rebecca eine neue europäische Form des populären Musiktheaters, das Drama-Musical. Aus seiner Feder stammen auch die deutschen Versionen internationaler Musicalerfolge, wie Evita, Cats, Das Phantom der Oper, A Chorus Line, Der kleine Horrorladen, Into the Woods, Der Kuss der Spinnenfrau, Aspects of Love, Sunset Boulevard, Disneys Der Glöckner von Notre Dame, Disneys Der König der Löwen, MAMMA MIA!, Elton Johns AIDA und WICKED. Michael Kunze wurde am 9. November 1943 in Prag geboren und wuchs in München auf. Nach einem mit Promotion abgeschlossenen Studium der Rechte begann er Ende der 60er Jahre als Liedertexter und Schallplattenproduzent zu arbeiten. Seine Erfolge machten ihn schon bald zu einem der international begehrtesten deutschen Songwriter und Producer. Stars wie Peter Maffay, Nana Mouskouri, Udo Jürgens, Peter Alexander und die Münchener Freiheit verdanken ihm ihre größten Hits. Er schrieb jedoch nicht nur unzählige deutsche, sondern auch zahlreiche internationale Top-Hits und produzierte Pop-Interpreten wie Silver Convention, Herbie Mann, Julio Iglesias, Gilbert Bécaud und Sister Sledge. Zusammen mit Sylvester Levay erhielt er als erster Deutscher einen Grammy für seine Produktion ‘Fly, Robin, Fly’, die Platz 1 der US-Charts erreichte. Zahlreiche andere Auszeichnungen und 79 Gold- und Platin-Schallplatten zeugen von diesem Abschnitt seiner Karriere. Eine Umfrage des ZDF ergab, dass Michael Kunze der erfolgreichste deutschsprachige Songwriter des 20. Jahrhunderts ist. 2005 erhielt er den Echo, die höchste Ehre, die Deutschlands Musikbranche zu vergeben hat. Seine Musicals fanden weltweit bisher weit über zwölf Millionen Besucher. Er ist Mitglied der deutschen Dramatiker Union und der amerikanischen Dramatists Guild, Inc. Michael Kunze lebt in Hamburg.
Sylvester Levay
Musik, Orchestrierung und Chorsätze
Als Sohn ungarischer Eltern kam Sylvester Levay in Maria Theresienstadt (im heutigen Subotica) zur Welt. Dort absolvierte er auch die Schule und sein Musikstudium. Bereits mit 15 Jahren gewann er seinen ersten Kompositionswettbewerb. Ab 1962 tourte er mit verschiedenen Orchestern durch ganz Europa, bis er 1972 nach München zog.
Dort arbeitete er zunächst als Pianist, Arrangeur, Komponist und Dirigent für Münchner Studios. Er schrieb für Udo Jürgens, Katja Epstein, Penny McLean, Gitte Haenning und viele andere.
In dieser Zeit lernte er Michael Kunze kennen. Zusammen produzierten sie Welthits wie „Fly Robin Fly“, „Get Up and Boogie“ (Silver Convention) und „Lady Bump“ (Penny McLean) sowie diverse Schallplatten. Für „Fly Robin Fly“ erhielt Levay den Grammy, Amerikas höchste Musikauszeichnung.
Zwischen 1977 und 1980 komponierte und produzierte Levay für Elton John, Donna Summer, Herbie Man und Sister Sledge, er dirigiert und orchestriert alle seine Werke selbst und spielt verschiedene Instrumente wie Klavier, Saxophon, Klarinette, Querflöte und Orgel.
Die darauf folgenden 20 Jahre lebte Sylvester Levay in Hollywood und konzentrierte sich auf das Komponieren von Filmmusik. Er arbeitete mit Michael Douglas, Charlie Sheen, George Lucas, Sylvester Stallone, Whoopie Goldberg, Peter O´Toole und Steven Spielberg. Dabei entstanden unter anderem die Filmmusiken für Cobra (Sylvester Stalone), Hot Shots (mit Charlie Sheen), Burglar (mit Whoopie Goldberg), Touch and Go (mit Michael Keaton), Creator (mit Peter O’Toole), und Flashdance (mit Jennifer Beals). Während dieser Zeit schrieb Sylvester Levay für über 100 amerikanische Spielfilme und Fernsehfilme. Er wurde in die National Academy of Recording Arts & Sciences (NARAS) und die Academy of Television Arts & Sciences (ATAS) gewählt und hielt an den amerikanischen Universitäten UCLA und USC Vorlesungen über Filmkomposition.
Für deutsche Fernsehproduktionen schrieb er die Musik, u.a. für den „Goldenen Löwen“, den „Deutschen Fernsehpreis“ und „Bambi“.
Ab den 90er Jahren widmete sich Sylvester Levay gemeinsam mit Michael Kunze einem neuen Genre, dem Musical: Hexen Hexen wurde 1991 auf einer Freilichtbühne des Theaters Heilbronn mit großem Erfolg gespielt. 1992 hatte die zweite Musical-Produktion im Theater an der Wien unter der Regie von Harry Kupfer Weltpremiere: Elisabeth, 1999 folgte Mozart!. Er setzte die erfolgreiche Musical-Arbeit mit Michael Kunze fort, mit den DramaMusicals Rebecca das 2006 im Raimund Theater in Wien Premiere hatte, und Marie Antoinette das im November 2007 in Japan Weltpremiere hatte und 2009 in Deutschland erstaufgeführt wurde.


