Tarzan ist das »Musical der Lüfte« - und auch die kleinen Schauspieler schwingen sich in ungefähr fünf Metern Höhe über die Bühne. Jeder, der schon einmal auf einem Drei-Meter-Brett gestanden hat, ahnt: Das ist eine ganz schöne Herausforderung! Die Kleinen müssen als Erstes lernen, ihre Fallangst zu überwinden und darauf zu vertrauen, dass ihnen dank Sicherheitsgurt nichts passieren kann. Haben sie erst ein paar »Flugstunden « absolviert, sind sich die jungen Tarzans meist einig: Das Fliegen macht an der Rolle am meisten Spaß.
Wie oft dürfen sie auftreten?
Alle Kinderdarsteller wechseln sich ab und treten circa einmal in der Woche auf. Zwei kleine Tarzans sind pro Show im Theater anwesend, falls das Showkind kurzfristig krank wird. Pro Schuljahr dürfen sie maximal an 60 Tagen arbeiten und dann jeweils nur vier Stunden. Der kleine Tarzan steht aber tatsächlich im ersten und zweiten Akt nur circa 35 Minuten auf der Bühne.
Wie werden sie hinter der Bühne betreut?
Die Kinder sollen sich wohl fühlen und eine feste Ansprechperson haben. Deshalb ist immer eine Mitarbeiterin vom Kindermanagement an ihrer Seite. Nach dem Auftritt im ersten Akt gibt's 1 ½ Stunden Pause, in denen der Auftritt besprochen, gegessen und sich in der Garderobe ausgeruht wird. Natürlich darf der Kleine beim Schlussapplaus nicht fehlen. Damit er sicher nach Hause kommt, liefert ein Fahrservice die jungen Tarzans nach der Vorstellung zu Hause ab.
Ist die Kinderrolle ein Karrieresprungbrett?
Durchaus. Linus Bruhn, der seit der Premiere 2008 bis letzten Sommer zum Ensemble gehörte, gewann jüngst als Justin-Bieber-Double die RTL II-Talentshow »My name is.«. Für seine Tarzan-Rolle wurde er mittlerweile zu groß - doch man wird mit Sicherheit noch eine Menge von ihm hören. Auch sonst bleiben die meisten Kinder, die der Rolle entwachsen sind, ihrer Leidenschaft treu und musizieren und schauspielern weiter. So sind einige von ihnen heute in TV-Werbespots oder in Serien wie »Notruf Hafenkante« zu sehen.










