Die Puppen

Die Umsetzung eines so bekannten Filmstoffes wie AMÉLIE für eine Musicalbühne ist eine große Herausforderung. Dafür bekommt das Team Unterstützung vom bayrischen Puppenbauer Stefan Fichert, dessen Puppen das Musical- Ensemble ergänzen. Mehrere Puppen sind geplant, u.a. die kleine Amélie, der kleine Nino, der Goldfisch und der Gartenzwerg.

Alle Puppen werden von den Darstellern (oben Hauptdarstellerin Sandra Leitner) selbst gespielt. Unterricht im Puppenspiel gibt ab Januar eine „Puppen-Trainerin“ aus London.

Die Puppen agieren mit den Darstellern

Puppen

Stefan Fichert (im Foto links) entwickelt die Puppen in seiner bekannten Puppenwerkstatt. Etliche seiner bisherigen Figuren sind in Museen und Sammlungen vertreten, so im Münchner Stadtmuseum, im Museum für Puppentheater-Kunst in Bad Kreuznach oder im Puppet Centre, London.
Die Puppen werden bis Januar in Gauting gebaut. „Im Gegensatz zu den meisten Puppen, müssen die Puppen in AMÉLIE zusammen mit den Darstellern agieren können. Die Puppenspieler sind hier zu sehen. Und wenn das gut funktioniert, dann kann das viel Magie und Poesie versprühen.“

Alle Puppen entstehen in Handarbeit

„Es ist wichtig, dass der Darsteller seine Emotionen in die Puppe spiegelt. Nur so erweckt er sie zum Leben, nur so wird die Illusion perfekt,“ so Stefan Fichert.

„Die Puppen sind alle Handarbeit. Durchschnittlich sitzt man rund drei Wochen an einer Puppe, die Entwicklung mit Designer Andrew Edwards fand schon in den letzten Monaten statt. Kopf und Hände sind aus Holz geschnitzt, die Gelenke sind denen eines Menschen nachempfunden.
Die Ursprünge dieser Puppen kommen aus der japanischen Puppenbaukunst „Bunraku“, der traditionellen Form des Figurentheaters. Auch hier sind die Puppenspieler durchgängig auf der Bühne zu sehen.
Allerdings braucht ein wirklich guter Bunraku-Spieler bis zu 20 Jahre, bis er eine Puppe beherrscht. Ich selber habe sicher sechs Jahre dafür gebraucht. Bei AMÉLIE haben wir dafür nur sechs Wochen...“

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Fotos: Andrew Edwards / Brauer/stage