Worauf es beim Casting ankommt

Ganz klar: Eine Vorstellung steht und fällt mit der Performance der Musicaldarsteller. Stimme, Aussehen und Choreographie sind dabei jene Faktoren, die dem Zuschauer am besten in Erinnerung bleiben. Talente fallen aber auch der erfolgreichsten Produktionsleitung nicht einfach in den Schoß und so sind Castings seit eh und je das Mittel der Wahl, wenn es um die perfekte Besetzung einer geplanten Produktion geht.

Erleben Sie das Tanzcasting von TANZ DER VAMPIRE

Casting Director Ralf Schaedler berichtet über die hohen Anforderungen, die an die Tänzer und Darsteller bei TANZ DER VAMPIRE gestellt werden.

Seien Sie dabei und sehen Sie, wie ein Tanzcasting abläuft und welche Kriterien bei der Auswahl wichtig sind.

Wann werden Castings veranstaltet?

Leider erhält nicht jeder eine Einladung zum Casting

Casting

Musical-Castings erfreuen sich einer besonders hohen Beliebtheit und so trudeln pro Ausschreibung um die 1.000 Bewerbungen ein. Je nach Casting werden dabei so viele Bewerber wie möglich eingeladen. Kriterien wie Geschlecht, Altersklasse und Körpermaße helfen dann dabei, eine erste Vorauswahl zu treffen. Pro Runde erhalten so knapp 300-500 Bewerber die Chance, sich der Jury zu präsentieren.

Diese Dimensionen beanspruchen maximal die zeitlichen Kapazitäten des Teams, wenngleich die Verantwortlichen natürlich am liebsten alle Kandidaten kennenlernen würden. Manchmal werden zusätzlich Einzeltreffen veranstaltet, in denen Bewerber die Möglichkeit haben, allein zu performen. Diese finden dann wöchentlich statt, wobei natürlich aus Zeitgründen auch hier nur knapp 200 Bewerber geladen werden können.

Casting

Die vielversprechenden Bewerber

Die zweite Runde

Nach den Erstvorstellungen kommt es in der Regel zur zweiten Castingrunde. Während es beim ersten Kennenlernen darum ging, grundsätzlich zu prüfen, ob Potential für die angestrebte Rolle vorhanden ist, wird die zweite Runde schon etwas intensiver. Hier wird nun schon mit dem aktuellen Showmaterial vorgespielt. Erst- und Zweitrunde dauern beide knapp eine Woche. Obwohl in der zweiten Runde natürlich weniger Bewerber geladen sind, wird hier viel Wert darauf gelegt, die Darsteller besser kennenzulernen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Die dritte Runde

Ab und an kann es sogar vorkommen, dass das Team beschließt, eine dritte Castingrunde zu veranstalten. Besonders bei großen Produktionen und allzu beliebten Rollen ist es entsprechend schwierig, zwischen all den talentierten Kandidaten der zweiten Runde sofort die richtigen Darsteller auszusuchen. Wenn es tatsächlich zu einer dritten Runde kommt, dauert diese meist um die drei bis vier Tage, wobei hier nach Möglichkeit auch ein kurzes Kennenlernen mit den wichtigsten Verantwortlichen des Backstage-Teams angestrebt wird.

Die Location und Sprache

Wenn auch selten, so kommt es doch schon vor, dass das Casting direkt in den jeweiligen Locations stattfindet, was durch den direkten Bezug zur Theaterbühne von vielen Bewerbern als angenehm empfunden wird. Internationalität spielt im Entertainment allgemein und bei Musical-Castings speziell eine sehr wichtige Rolle. Da viele Musicaldarsteller eine andere Muttersprache haben, werden zusätzlich Deutschkurse angeboten. Diese werden nach Vertragsabschluss geplant und arrangiert und ermöglichen somit auch Bewerbern aus dem Ausland, ihre beste Performance aufs Parkett zu bringen.

Was muss unbedingt mit zum Casting?

Erstbewerber erhalten eine Karte, die mit all den wichtigen Daten wie Name, Adresse und weiteren persönlichen Daten ausgefüllt werden muss. Zudem wird vor Ort noch ein Foto geschossen, welches an die Bewerber-ID angeheftet wird, um sicherzustellen, dass die Bewerbungsfotos so aktuell wie möglich sind.

Hat Ihnen diese Seite gefallen?

Noch mehr
Backstage
Informationen?

Tauchen Sie ein in die Welt der Musicals und blicken Sie hinter die Kulissen!

Hinter der Konstruktion eines Bühnenbildes steckt mehr Arbeit, als man auf den ersten Blick vermuten könnte.

Schillernde Kostüme, Tanz und Gesang – ein Musical hinterlässt vor allem bei Kindern einen bleibenden Eindruck.

Das Erscheinungsbild dank Maske und Kostüm lässt Zuschauer tief in die Aufführung eintauchen.

Bild © Morris Mac Matzen